Azubi-Kurs Selbstmanagement: Mit Freude geht es weiter

„Stress ist eine Einstellung, die man ändern kann. Man muss sich nur dafür entscheiden!“

Wir fördern unsere Azubis mit der überbetrieblichen Weiterbildung "Selbstmanagement für Auszubildende". Im letzten Modul am 29.07.2020 haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den richtigen Umgang mit Stress trainiert.

Foto: Corinna Schumm, Heiligenfeld KlinikenKursteilnehmer sowie Trainerin Marianne Seufert und Referentin Christine Seger

Für über 20 Azubis aus verschiedenen Betrieben der Umgebung hieß es nach Corona – Pause nun wieder „es geht los“ mit „ihrer Weiterbildung“, dem Kurs Selbstmanagement für Azubis.

Die Azubis dieses Kurses waren bereits im Herbst 2019 mit dieser Weiterbildung gestartet, da sie von ihren Firmen für die Veranstaltung angemeldet wurden. Unter Federführung der Akademie Heiligenfeld, allen voran Corinna Schumm, war dieser Kurs bereits mit dem „Deutschen Bildungspreis 2014“ in der Kategorie Innovation ausgezeichnet worden.   

Freudig begrüßt wurde dieser Kurs von Projektbegleiterin Marianne Seufert. Wie immer startete der Nachmittag mit einem Rückblick auf das letzte Modul, welches im März 2020 stattgefunden hatte und  mit dem Thema „Medienkompetenz“.

Danach stand der Bereich „Umgang mit Stress“ im Mittelpunkt des Kurses. Geschäftsführerin der Fa. Seger, Christine Seger, vermittelte das Thema mit vielen praktischen Beispielen.

Stress wird häufig die Krankheit der Gegenwart genannt. Fast alle Menschen kennen aus Erfahrung Situationen, in denen sie sich beruflich oder privat überfordert fühlen, wo sie überlastet, gereizt, hektisch oder nervös sind. Umso wichtiger, wenn gerade junge Menschen schon Techniken der Stressbewältigung erlernen. Neben ganz viel Input von den Vorgängen im Geist und Körper gabe es auch einiges auszuprobieren: Atemtechniken, ein autogenes Training und auch sogenannte „nach innen gerichtete, positive Bilder“ wurden erlernt. Wer sagt, dass „viel Arbeit“ automatisch Stress machen muss? Stress beginnt im Kopf, denn was für den einen Stress bedeutet, sieht ein anderer ganz anders. Hilfreich ist es hier, sich abgrenzen zu erlernen, „Nein zu sagen“. Die sog. „ABC –Hartnäckigkeitsschleife“ ist hier eine bewährte Technik, die gleich in 2 er Teams und mit viel „Corona-Abstand“ erlernt wurde. Oft geht es auch darum, gut mit dem Vorgesetzten zu kommunizieren. Das kann bedeuten, dass man klar macht, für  welche Aufgaben man vielleicht noch Unterstützung braucht oder auch mit den Vorgesetzen  die Prioritäten mehrerer Aufgaben abstimmt. Einfach Arbeiten liegen lassen, sei kein guter Weg. Denn der Auszubildende kann i.d.R. nicht abschätzenden, welche Auswirkungen die einzelne Arbeit auf die Gesamtabläufe hat, so die Referentin C. Seger.

Gutes Stressmanagement heißt auch, dafür zu sorgen, dass man ausreichend Schlaf hat und sich gut erholt. Neben der Empfehlung, Sport zu treiben haben die Azubis daher eine Liste von Tätigkeiten erhalten, durch die man sich besonders gut erholen kann. Auszubildende Luise brachte es auf den Punkt „Stress ist eine Einstellung, die man ändern kann. Man muss sich nur dafür entscheiden!“

Im nächsten Modul geht es um Zeit- und Informationsmanagement. Hier werden die Azubis Techniken erlernen, wie sie sich Ziele setzen, Aufgaben planen und wie Priorisierung gelingt.

Dieses betriebsübergreifende Azubiprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Persönlichkeit der Auszubildenden zu fördern. Gestärkte Persönlichkeiten meistern ihr Leben einfach besser.

Teilnehmerin Pauline kommentierte die Kursreihe folgendermaßen: „Selbstmanagement ist immer wieder auf`s neue hilfreich, lehrreich und informativ. Ebenso kann man das Erlernte im privaten als auch beruflichen Alltag anwenden“.